Schweißflecken den Kampf ansagen – so geht es!

Wer kennt ihn nicht, den Spruch „Schwitzen ist gesund!“  Und, um weiter zu gehen,  Schwitzen ist lebenswichtig. Durch Schwitzen scheiden wir Giftstoffe und Stoffwechselschlacken aus. Wir reinigen so zu sagen unseren Körper. Durch Schwitzen wird unsere Körpertemperatur reguliert. Ob bei extremer Hitze, beim Sport oder auch bei fiebrigen Erkrankungen, schmeißt unser Organismus seine eigene Klimaanlage an und schützt uns vor Überhitzung. 2 Millionen Schweißdrüsen sind über unserer Haut verteilt, welche Flüssigkeiten aus unserem Körper an die Hautoberfläche transportieren, wo sie dann verdunsten. Unser Schweiß enthält außer Wasser auch Salze und Mineralien wie Magnesium und Kalzium. Obendrein sind weitere Stoffe enthalte, die unsere Haut vor schädlichen Pilzen, Bakterien und Giftstoffen schützen. Schon bei normalen Temperaturen oder auch ohne besonders anstrengende Tätigkeiten, scheiden wir täglich gut einen Liter Flüssigkeit über unsere Haut aus. So weit, so gut. Und wenn wir in der Sauna schwitzen, ist das auch alles kein Problem. Der Schweiß rinnt einfach am Körper hinab, wird abgeduscht und alles ist in Ordnung. Anders sieht es aus, wenn wir Kleidung tragen. Hier hinterlässt der so gesunde Schweiß unschöne Flecken. Überall wo unsere Kleidung direkt mit der Haut in Berührung kommt, wird die ausgeschiedene Körperflüssigkeit von den Textilien aufgenommen. Wieso kommt es eigentlich zu dieser Fleckenbildung vor Allem unter den Achseln durch Schweiß? Nun, es handelt sich hier um eine chemische Reaktion von Körperfetten und Schweiß mit, und halten Sie sich bitte fest, mit Wirkstoffen in verwendeten Deodorants. Hier stehen die enthaltenen Aluminiumsalze im Fokus. Sie sollen die Schweißproduktion durch Verengung der Schweißdrüsen minimieren, sind aber aufgrund von eventuellen schädlichen Einflüssen auf unseren Körper umstritten. Grundsätzlich gilt: Waschen Sie das betroffene Kleidungsstück so schnell wie möglich, bevor sich der Schweißfleck so richtig festsetzen kann. Im Folgenden möchten wir Ihnen ein paar Tipps an die Hand geben, wie Sie den lästigen Schweißflecken, auch ohne chemische Keule, an den Kragen gehen können.

Weißer Stoff und Schweißflecken

Bei weißen, unempfindlichen Stoffen können Sie Backpulver oder Natron anwenden. Reiben Sie einen Teelöffel des Backtriebmittels in den angefeuchteten Schweißfleck ein. Lassen Sie es kurz einwirken und spülen den Fleck sorgfältig ab. Nach einem normalen Waschgang in der Maschine, sollten Sie dem Fleck den Gar ausgemacht haben. Aber bitte beachten Sie, dieses Hausmittel nur auf weißen und unempfindlichen Stoffen anzuwenden ist. Das Gleiche gilt auch bei der Anwendung von Zitronensäure. Lösen Sie 30 Gramm Zitronensäure in gut 2 Liter Wasser auf und lassen Sie die betroffene Kleidung über Nacht in dieser Lösung einweichen. Am nächsten Tag spülen Sie die Lösung gut aus und geben Sie die eingeweichte Wäsche ganz normal in die Waschmaschine. Erfolge können Sie auch mit der Verwendung von Salmiakgeist erreichen. Geben Sie etwas Salmiakgeist auf den Fleck, lassen Sie es einige Stunden einwirken und dann anschließend einfach in die Waschmaschine damit. Obwohl der im Handel erhältliche Salmiakgeist eine sehr geringe Konzentration aufweist und stark verdünnt ist, sollten Sie auf jeden Fall erhöhte Vorsicht bei der Verwendung walten lassen. Vermeiden Sie die Dämpfe einzuatmen und bei direktem Kontakt mit der Haut, spülen Sie diese sorgfältig und länger unter klarem Wasser ab.

Mit Gallseife gegen hartnäckige Schweißflecken

Gallseife, bekannt seit Großmutters Zeiten, ist eine Reinigungsseife bestehend aus normaler Kernseife mit Zusatz von Rindergalle. Es gibt sie in fester und flüssiger Form. Und die Veganer unter uns, können auch aufatmen: Die Hersteller haben bereits vegane Alternativen auf den Markt gebracht. Alle Varianten findet man im gutsortierten Drogeriefachhandel. Wie geht man nun vor? Feuchten Sie die Stellen auf der Kleidung an und reiben diese mit der Gallseife ein. Nach ca. 30 Minuten sollte die Gallseife ihre Wirkung getan haben und sie können die Stellen unter fließendem Wasser abspülen. Danach geben Sie Ihr Kleidungsstück wie gewohnt in die Wäsche. Sollte nach dem Waschgang noch Spuren sichtbar sein, wiederholen Sie den kompletten Vorgang noch einmal. Danach sollte die Flecken Geschichte sein.

Essig gegen Schweißgeruch, gelbe Flecken und weiße Ränder

Gute Ergebnisse zur Fleckenbekämpfung erreichen Sie ebenso mit haushaltsüblichem Essig. Dieser sollte nicht mehr als einen Säuregehalt von 5% haben. Alternativ können Sie auch Essigessenz verwenden. Hier empfiehlt sich ein Mischungsverhältnis von einem Teil Essigessenz und 4 Teilen Wasser. Dieses Gemisch ist effektiv gegen gelbe Schweißflecken und auch weiße Schweißränder auf dunkler Kleidung. Zusätzlich werden Gerüche bekämpft, die durch Bakterien entstehen. Geben Sie die betroffenen Kleidungsstücke für mehrere Stunden in diese Lösung. Danach können Sie es, ohne vorheriges Auswaschen, in den Maschinenwaschgang geben.

Schweißflecken auf empfindlichen und bunten Textilien

Bevor Sie den Schweißflecken auf bunten oder auch sehr empfindlichen Stoffen an den Kragen gehen wollen, testen Sie unbedingt die Farbechtheit der Materialien an einer unauffälligen Stelle des Kleidungsstückes. Was nützt es, wenn zusammen mit dem Schweißfleck auch die Farbe der Kleidung verschwindet und Sie anstelle eines gelben Schweißfleckes eine weißen Fleck auf Ihrer bunten Bluse habe, weil sich die Farbe gleich „mit verabschiedet“ hat. Seidenstücke können Sie mit Spiritus behandeln. Tupfen Sie die betroffene Stelle vorsichtig damit ein. Bei Kleidungsstücken aus Wolle können Sie die Schweißstelle mit Salzwasser anfeuchten und mit einem in Alkohol getränktem Tuch abtupfen.

Fleckentferner aus dem Handel

Sollten die Hausmittel, aus welchen Gründen auch immer, nicht zum Erfolg führen, können Sie noch auf im Handel erhältliche Fleckentferner zurückgreifen. Hier gibt es eine Vielzahl von Produkten von verschiedenen Herstellern. Ob nun fest, flüssig oder als Spray und in Salz- oder Pulverform. Achten Sie bei Anwendung bitte immer darauf, für welche Art von Textilien diese geeignet sind. Viele enthalten Bleichmittel und andere chemische Substanzen, die der Qualität Ihrer Kleidung nicht zuträglich sind.

Lassen Sie Schweißflecken erst gar nicht entstehen - Vorbeugung von Schweißflecken

Mit ein paar kleinen Tipps und Tricks, kann man Schweißflecken versuchen zu vermeiden. Lassen Sie sie erst gar nicht entstehen. Probieren Sie es aus.

Die richtige Kleidung:

  • Tragen Sie trotz warmen Temperaturen ein Unterhemd, vorzugsweise aus Baumwolle. Der Schweiß wird hier abgefangen, bevor er Ihre Oberbekleidung erreicht und die Schweißflecken dort sichtbar werden lässt.
  • Tragen Sie lockere Kleidung und geben Sie dem Schweiß die Chance zu verdunsten, ohne mit Ihrer Kleidung unmittelbar in Kontakt zu kommen.
  • Bevorzugen Sie Baumwollkleidung oder Kleidungsstücke aus Naturfasern. Kunstfasern sind weniger atmungsaktiv und fördern die Schweißbildung.

Die richtige Ernährung:

  • Trinken Sie regelmäßig. 2 Liter – gerne auch mehr, wenn Sie sportlich unterwegs sind – Wasser, ungesüßten Tee oder Saftschorlen. Vermeiden Sie koffeinhaltige Getränke und Alkohol. Sie fördern die Schweißproduktion.
  • Scharfe Speisen und auch „schwere“, kalorienhaltige Mahlzeiten, regen die Verdauung und Durchblutung an. Die Wärmeentwicklung im Körper steigt an und vermehrt die Schweißbildung.

Die richtige Körperpflege:

  • Anstatt normalen Deodorants, können Sie sogenannte Antitranspirante verwenden. Die in diesen Produkten enthaltenen Aluminiumsalze verhindern übermäßige Schweißbildung, da sie die Schweißporen verengen. Aber Achtung: Wie wir schon gelernt haben, sind diese Aluminiumsalze gesundheitlich umstritten und verantwortlich für die weißen Schweißränder auf Kleidung. Tragen Sie in diesem Fall Kleidung „zweilagig“!
  • Bemerken Sie die Schweißproduktion, suchen Sie bei Möglichkeit ein Bad oder eine Toilette auf und tupfen Sie den Schweiß mit einem Papiertaschentuch oder Toilettenpapier fort und vergessen Sie nicht neu zu deodorieren, um der Geruchsbildung entgegen zu treten.

Die richtigen Hilfsmittel:

  • Im Handel erhalten Sie Achselpads von verschiedenen Herstellern. Die Pads können Sie in der Kleidung befestigen, wo sie den Schweiß aufnehmen. 100 Stück dieser Pads erhalten Sie bereits für unter EUR 20,-
  • Alternativ tun es aber auch ganz herkömmliche Slipeinlagen aus dem Bereich der Damenhygiene.

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